Die meisten Unfälle passieren bekanntlich im Haushalt. Besonders gefährdet sind Kinder. Sie lebe ihre Neugier aus und Erkunden ihre Umgebung, hecken Streiche aus und wollen ihre Grenzen ausloten. Klar, dass das auch mal ins Auge gehen kann. Je kleiner das Kind ist, desto mehr Möglichkeiten haben Sie als Eltern, die Umgebung sicherer zu machen. Dazu sollten Sie sich dringend in Ihr Kind hinein versetzen und versuchen, bestimmte Aspekte des Haushalts aus deren Sicht zu betrachten. Nur so gelingt es, mögliche Gefahren zu erkennen und von vornherein auszuräumen.
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind am liebsten mit seiner Umgebung interagieren würde. Woran lässt sich gut hinaufklettern? Welche Gegenstände lassen sich an einen Ort befördern? Was kann umkippen oder im Weg liegen? Welche Gegenstände sehen so aus, als könne man sie zum Probieren in den Mund nehmen? Auch Stolperfallen laden praktisch dazu ein, das Kind zu Fall zu bringen, was durchaus zu ernst zu nehmenden Verletzungen führen kann. Freiräume zu schaffen ist damit eine wichtige Aufgabe, der Sie sich als Eltern stellen müssen. Dabei soll die Wohnung natürlich nicht steril sein. Sie soll vielmehr zum Entdecken einladen, ohne unnötige Gefahren für den kleinen Entdecker bereitzuhalten.
Ein ebenso wichtiger Punkt ist die Verwendung gesundheitsverträglicher Materialien. Da Kinder gerne Dinge in den Mund nehmen oder sich zum Beispiel beim Krabbeln oder Toben am Boden nah an Teppichen und Wänden bewegen, kann es sonst schnell zum Einatmen oder Schlucken gefährlicher Dämpfe kommen. Die Folge können chronische Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis oder andere allergische Reaktionen sein. Ein neu renoviertes Kinderzimmer ist zwar schön anzusehen, birgt aber immer die Gefahr, dass ungesunde Ausdünstungen von der frisch gestrichenen Wand ausgehen. Gerade für Babys und Kleinkinder ist das eine gefährliche Umgebung. Schaffen Sie den nötigen Lebensraum für Ihr Kind daher am besten schon lange vor der Geburt und lüften Sie in der Zeit bis zum Einzug des neuen Familienmitglieds häufig gut durch, um Schadstoffe zu vertreiben - und stellen Sie sich anschließend der Herausforderung, auch den Rest der Wohnung kindgerecht und vor allem sicher zu gestalten. Denn früher oder später beginnt Ihr Kind, die Welt um es herum auf eigene Faust zu erkunden.
Letzte Aktualisierung am 06.06.2011.