Fencheltee eignet sich besonders gut für das Kleinkind, denn er wirkt beruhigend und lindert Beschwerden wie beispielsweise Blähungen des Babys. Da er etwas süßlich schmeckt, mögen Kinder den Fencheltee zudem besonders gern. Anders sieht es mit Hagebuttentee oder Hibiskustee aus. Diese beiden Sorten schmecken leicht sauer und werden daher von vielen Babys verschmäht.
Gesund ist auch Kamillentee, denn er beruhigt den Magen des Kindes, lindert Darmbeschwerden und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Ebenso gut für den Magen ist Anistee, der auch Blähungen bekämpft. Er ist ein echtes Multitalent, denn er wirkt bei Husten auch schleimlösend. Anistee ist oft in Teemischungen enthalten, wird selten Pur zubereitet. Ebenfalls gut geeignet für Babys und Kleinkinder ist der Roiboos-Tee. Er schmeckt süßlich, löst Krämpfe und wird von den Kleinen gern getrunken. Zudem enthält er kein Koffein oder andere anregenden oder reizenden Inhaltsstoffe und kann somit bedenkenlos gegeben werden.
Vorsicht ist hingegen bei Pfefferminztee geboten! Aufgrund des enthaltenen Menthols kann es bei Babys und Kleinkindern zum Atemstillstand kommen. Was uns Erwachsenen also bei Erkältungen hilft, ist nicht immer auch das Beste für die Kleinen. Finger weg also vor Pfefferminztee. Gleiches gilt für Schwarzen und Grünen Tee. Diese Sorten enthalten Gerbstoffe und haben eine anregende Wirkung auf den Körper. Das ist gut für die Großen, schlecht für die Kleinen.
Babys dürfen bedenkenlos bereits ab dem zweiten Monat Tee trinken. Wenn jedoch noch voll gestillt wird, ist die zusätzliche Flüssigkeitsversorgung in der Regel gar nicht nötig, da die Muttermilch bereits alles Nötige für das Kind enthält. Zudem kann es zur so genannten „Saugverwirrung" kommen, bei der das Baby nach der Benutzung der viel leichtgängigeren Teeflasche mit der Brustwarze der Mutter nicht mehr zurecht kommt. Dann kann das Stillen problematisch werden. Gleiches gilt, wenn durch den Tee bereits ein Sättigungsgefühl eintritt. Dann kommt der Rhythmus des Stillens bei Säugling und Mutter aus dem Gleichgewicht.
Wenn nicht mehr ausschließlich gestillt sondern zusätzliche Nahrung verabreicht wird, ist regelmäßig auch zusätzliche Flüssigkeit sinnvoll und notwendig. Hier ist aber Wasser zunächst die bessere Wahl, Tee sollte nur zur geschmacklichen Abwechslung verabreicht werden. Wenn Tee, dann zu Anfang am besten Fencheltee. Dieser schmeckt wie gesagt leicht süßlich und hilft zudem gegen Blähungen, die oft in den ersten Monaten auftauchen. Wenn das Kind krank ist, ist auch immer mehr Flüssigkeit notwendig. Dann kann Tee auch regelmäßig und in größeren Mengen zum Trinken gegeben werden.
Bei der Wahl und Zubereitung des richtigen Babytees sind einige Dinge zu beachten. So sollte der Tee keinen Zucker enthalten. Hierdurch würden die empfindlichen Zähne des Babys Schaden nehmen. Außerdem hat Zucker eine gewisse Suchtwirkung. Der gute, süße Geschmack wird schnell zur Gewohnheit. Das Baby verschmäht dann Getränke, die nicht genau so süß und lecker sind. Bei der Auswahl des Babytees sollte zu Produkten aus biologischem Anbau gegriffen werden. Damit der Geschmackssinn des Babys nicht überstrapaziert wird, ist es ratsam, gerade zu Beginn den Tee mit einer größeren Menge Wasser zu verdünnen.
aktualisiert am 10.09.2010