Das Kind lernt,seinen Körper immer besser zu kontrollieren. Jede seiner Bewegungen nimmt es bewusst war. Es lernt seine Bewegungen zu verfeinern, da seine Sinne ihm genau sagen können in welcher Situation es welche Muskeln anspannen soll. Die Haut lässt das Kind jede Unebenheit spüren, worauf hin dann die Muskulatur so aktiviert wird, bis das Gleichgewichtsorgan das Kind realisieren lässt, dass es sich wieder in der gewünschten Position befindet. Durch dieses feine Zusammenspiel der Sinne kann das Kind sich sicherer, aber auch waghalsiger als bisher bewegen. Die Kleinen sollten immer unter einer gewissen Beobachtung stehen und die Eltern sollten sie über gefährliche Spielplätze aufklären.
Ist das gewährleistet, ist der Bewegungsdrang der Kinder gesichert und ermöglicht ihnen eine gute körperliche Entwicklung.
Für die meisten Kinder beginnt bald die Schule. Um ein Kind darauf vor zubereiten, sollten die Eltern jetzt schon feste Regeln aufstellen. Besonders wichtig ist genügend Schlaf, denn wenn ein Kind nicht ausgeschlafen ist, kann es dem Unterricht nicht folgen und wird möglicherweise Probleme bekommen. Bevor es in den Kindergarten, oder später in die Schule geht, wäre es gut, wenn das Kind frühstücken würde. Denn ohne Energie kann niemand gut lernen und aktiv dem Unterricht folgen. Ein weiterer Vorteil des gemeinsamen Frühstücks ist auch der fortbestehende Kontakt zu allen Familienmitgliedern und das Kind hat noch etwas Zeit, richtig wach zu werden.
Die Kleinen sind recht selbständig und ziehen sich alleine an und auch aus. Sie waschen sich selber und putzen sich die Zähne. Um kontrollieren zu können, ob die Kinder die Zähne richtig geputzt haben, empfiehlt es sich, alle paar Tage dabei zu sein. Denn oft passiert es, dass die Kinder nur einen Teil ihrer Zähne putzen. Eine Hilfe kann der Zahnarztbesuch sein. Die Eltern können den Arzt bitten, den Kindern das Zähneputzen noch einmal an einem großen Gebiss zu zeigen. Gut geeignet für die Kinder sind Kinderzahnbürsten, die in jeder Drogerie zu erhalten sind. Sie sind bunt und kleiner als die für Erwachsene. Spätesten nach drei Monaten sollten diese immer wieder ausgewechselt werden. Um die Härtung des Zahnschmelzes zu fördern, empfiehlt es sich, flouridhaltige Gels zu benutzen. Diese bekommen die Eltern entweder vom Zahnarzt oder aus der Apotheke.
Der Sprachschatz eines Kindes wird entscheidend von seinem Umfeld geprägt. Wächst es in einer Umgebung auf, die eher wortkarg ist, ist sein Wortschatz nicht so umfangreich, wie der eines Kindes, das viel mit seinen Bezugspersonen und Freunden gesprochen hat. Kinder lieben es, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, dabei erzählen sie immer das zuerst, was ihnen am wichtigsten an der Geschichte ist. Die Haupt-, und Nebensätze können dabei immer noch etwas wirr sein. Ob die Kinder schon mit schwereren Wörtern zurecht kommen hängt von der Übung ab, denn diese trainiert die Zungenbeinmuskulatur, die besonders wichtig beim Sprechen ist. Die Zischlaute wie „s,ß" werden von den Kindern immer als letztes gelernt. Oft dauert es bis zum letzten Jahr des Kindergartens, bis die Kinder sie einigermaßen gut aussprechen können.
Rollenspiele sind immer noch das beliebteste Spiel der Kinder, dort entwickeln sie eine blühende Fantasie. Ihre Spielfantasien werden jetzt sogar über mehrere Tage hinweg fortgesetzt. Sie halten sich an die gegebenen Regeln und entwickeln ein Gefühl für Gerechtigkeit. Aufgrund dieser Eigenschaften können sich die Kinder gut in Spielgruppen eingliedern. Das Spiel mit anderen Kindern begeistert die Kleinen oft so sehr, dass sie nicht einmal mehr ans Essen denken, daher sollten die Eltern die Spiele zu den üblichen Essenszeiten unterbrechen. Die Kinder sind in der Lage bis zehn zu zählen und wenn sie malen, werden ihre Bilder immer detaillierter. Die Häuser bekommen Fenster und Türen und am Himmel scheint die Sonne. Beim Malen fällt auf, dass die Kinder die Stifte wie ein Erwachsener halten und nicht mehr so viel Druck auf das Papier ausüben.
Jetzt ist es an der Zeit, den Kinder etwas Verantwortung zu übertragen. Am wichtigsten ist, dass sie sich im Straßenverkehr zurecht finden. Die Eltern sollten den Kindern schon früh beibringen, dass Autos gefährlich sind und dass sie sich an Regeln halten müssen. Wichtig ist es den Kindern beizubringen immer einen Zebrastreifen oder eine Ampel zu benutzen. Wenn sie die Strasse überqueren, sollen sie die Autofahrer anschauen, um zu sehen ob dieser sie auch sieht und erst dann die Strasse überqueren, wenn sie sich sicher sind, dass keine Gefahr droht. Am besten ist es, wenn die Eltern mit ihren Kindern den Weg zur Schule eine Weile lang proben, bevor die Schule losgeht.
Nach wie vor ist es am besten für die körperliche Entwicklung, wenn die Kinder möglichst viel ihrer Zeit draußen verbringen. Nichts schult und fördert die Sinne mehr als das tägliche Spielen im Freien mit anderen Kindern. Ein Baum wird zum Klettergerüst und ein unebener Boden zum Geschicklichkeitskurs. Die Muskulatur und die Nerven werden immer besser zusammen arbeiten, je mehr das Kind sich bewegt. Auch das Knochenwachstum profitiert davon, denn ohne die Sonne kann kein Vitamin D gebildet werden. Ein anderer wichtiger Faktor ist, dass es Kindern gut tut in der Natur mit anderen Kinder zu spielen, dass sie sich auch sozial einfügen müssen. Sie lernen Teamwork, aber auch sich durchzusetzten und für Gerechtigkeit zu sorgen. Sie lernen so, spielerisch mit Konflikten umzugehen und diese auch zur größtmöglichen Zufriedenheit aller zu klären.
Bei der sprachlichen Förderung hängt es immer noch sehr von den Eltern ab, ob diese sehr viel mit ihrem Kind sprechen und Spiele mit ihm spiele., In diesem Fall ist das Kind sehr viel geübter im Sprechen als Kinder, mit denen nicht so viel geübt wird. Schwierige Wörter werden nur irgendwann beherrscht, wenn sie ständig geübt werden. Schön wäre es, wenn die Eltern dieses beherzigen würden und sich nicht darauf verlassen, dass das Kind es schon in der Schule lernen wird.
Letzte Aktualisierung am 28.10.2009.